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Thema 3

Auszug aus

The Internet of Smart Buildings                        

Autor Wolfgang Kastner

 

Gebäudeautomation und das Internet der Dinge

In den letzten Jahren sind nachfolgende drei Begriffe  vermehrt in den Blickwinkel der Öffentlichkeit gelangt: das sogenannte Internet der Dinge (Internet of Things, IoT), Big Data – also große, komplexe und bestenfalls semi-strukturierte Datenmengen, die mit der Cloud  verknüpft werden, und System-of-Systems als Sammelbegriff für aufgabenorientierte oder dedizierte Systeme, die ihre Ressourcen und Fähigkeiten zusammenbringen, um ein neues, komplexeres System zu schaffen, das mehr  Funktionalität und Leistung bietet als nur die Summe der konstituierenden Teile. Diese drei Trends nehmen ebenso Einfluss auf die Gebäudeautomation der Zukunft. Unter dem Begriff „Internet der Dinge“ versteht man die Vernetzung von eindeutig identifizierbaren, physischen Gegenständen mit einer virtuellen  Repräsentation in einer dem Internet ähnlichen Struktur. Ziel ist es, die Informationslücke zwischen der realen und virtuellen Welt zu minimieren. Auf diesem Weg sollen Geräte aus den unterschiedlichsten Bereichen miteinander  vernetzt werden, selbständig über das Internet kommunizieren und verschiedene Aufgaben für ihre Benutzer erledigen. Eine zukünftige Anwendungsdomäne im IoT betrifft – neben der  industriellen Automatisierungstechnik (Industrie 4.0) – auch die Gebäudetechnik. Das Zusammenwirken von Komponenten der technischen Gebäudeausrüstung soll so im Zusammenspiel mit neuen Internet-Diensten beispielsweise die Umsetzung von innovativem Energiemanagement ermöglichen. Hier kommt auch der Begriff „Big Data“ ins Spiel. Aufbauend auf den generierten Datenmengen ist es ein Ziel, Muster und Ablauffolgen zu entdecken, die analysiert werden können, um das Kontroll- und Regelungsverhalten entscheidend verbessern zu können. Zusätzlich besteht der steigende Bedarf der Integration von Gebäudetechnik an das zukünftige Stromnetz (Smart Grid), womit eine Art „System-of-Systems“ entsteht. Durch stetes Sammeln von Monitoring-Daten der Gebäudeautomation können nicht nur die internen Kontrollstrategien verbessert, sondern auch die Vorhersagegenauigkeit erhöht werden, womit Gebäude besser zum Lastmanagement beitragen (Smart Grid „friendliness“). Durch das Wissen über den eigenen Energiebedarf und die lokale Energieerzeugung, aktuelle Klimabedingungen und Benutzeranforderungen werden so Anforderungen an das Netz besser gesteuert und die volle Energieflexibilität eines Gebäudes genutzt. Zuletzt hielten viele dieser technischen Entwicklungen und Trends des Gebäudeautomationssektors auch in unseren Haushalten Einzug, die nunmehr beispielsweise mit der Funktionalität eines digitalen Sprachassistenten eine Schnittstelle zu diversen Internetdiensten anbieten. Interoperabilität ist dabei ebenso ein vorrangiges Ziel, um die Vernetzung von Gebäuden und Haushalten mit (über-)regionalen Steuerungszentralen zu erwirken. …

Den gesamten Beitrag finden Sie in OIB aktuell, 1.2021