Zum Inhalt Zum Hauptmenü Zu weiteren Infos


FAQs

FAQs zur Baustoffliste ÖA

 

Bitumen für den Straßenbau

Für die Produktgruppe Bindemittel, lfd. Nr. 1.1 der Baustoffliste ÖA sind unter den lfd. Nr. 1.1.1 bis 1.1.6 taxativ die durch die Baustoffliste ÖA erfassten Bindemittel aufgelistet (Zement; Spritz-Bindemittel). Straßenbaubitumen und Elastomermodifiziertes Bitumen ist darin nicht enthalten. Die Ausstellung von Registrierungsbescheinigungen und die damit verbundene ÜA-Kennzeichnung ist für diese Produkte daher nicht möglich.

ÜA-Kennzeichnung für Zement

Für Zement liegt die harmonisierte Norm EN 197-1 (in Österreich umgesetzt durch die ÖNORM EN 197-1) vor.
Für die EN 197-1 ist die im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, Serie C, (Fundstelle 2001/C 20/04 vom 23.1.2001, Seite 5) kundgemachte Übergangsperiode mit 1. April 2002 abgelaufen. Das heißt, dass ab 2. April 2002 für Zemente nach EN 197-1 die CE-Kennzeichnung verpflichtend ist und daher das ÜA-Zeichen für die in der EN 197-1 erfassten Zemente nicht mehr relevant ist.
Für Zemente mit besonderen Verwendungen, die in der ÖNORM B 3327-1 bzw. ÖNORM B 3327-2 erfasst werden, ist für die über die EN 197-1 hinausgehenden Anforderungen eine ÜA-Kennzeichnung erforderlich.

Checkliste für aus Ringen gerichteten Betonstahl (lfd. Nr. 2.1.2)

Zu der Produktgruppe lfd. Nr. 2.1.2 sind nähere Ausführungen zu einschlägigen Begriffen, Randbedingungen für die Relevanz der Baustoffliste ÖA, Definition und Elementen der werkseigenen Produktionskontrolle und Fremdüberwachung sowie zur Kennzeichnung in der Checkliste des OIB „Werkseigene Produktionskontrolle und Überwachung von Biegebetrieben die Betonstahl in Ringen verarbeiten“ enthalten.
Die Checkliste „Werkseigene Produktionskontrolle und Überwachung von Biegebetrieben die Betonstahl in Ringen verarbeiten“ kann im OIB (F + 43 1 533 64 23; E-Mail: mail@oib.or.at) bezogen werden.

Mineralwolle zur Dämmung haustechnischer Anlagen

Mineralwolle, die für die Dämmung haustechnischer Anlagen verwendet wird, aber nicht durch den Regelungsumfang der ÖNORM B 6035 erfasst ist, ist von der Verordnung des Österreichischen Instituts für Bautechnik vom 23. Oktober 2001 über die Baustoffliste ÖA nicht berührt.

ÜA-Kennzeichnung für Überlager

Vorgefertigte Überlager sind gemäß der Verordnung des Österreichischen Instituts für Bautechnik vom 23. Oktober 2001 über die Baustoffliste ÖA Produkte der Baustoffliste ÖA (Ergänzung Stand 2013). Sofern sie nicht Produktgruppen zuzuordnen sind für die harmonisierte Normen vorliegen (z.B. Flachstürze).

Saniersperrputze

Saniersperrputze sind nicht  von der ÜA-Kennzeichnung erfasst.

Nummernvergabe durch das OIB

Für die Ausstellung der Registrierungsbescheinigungen ist eine laufende fünfstellige Nummer, die durch das Österreichische Institut für Bautechnik vergeben wird, zu beantragen. Diese fünfstellige Nummer ist Teil der Buchstaben-Zahlen-Kombination der Registrierungsbescheinigung.
Diese laufende Nummer wird zum Zeitpunkt der Beantragung festgelegt. Das heißt, die gesamte Buchstaben-Zahlen-Kombination ist auf den Zeitpunkt der Beantragung abgestellt.
Dies schließt auch die zweistellige Zahl für das Jahr der Beantragung ein.
Die Beantragung der Nummer erfolgt durch die Registrierungsstelle beim OIB.

Status der Verwendungsgrundsätze des OIB

Verwendungsgrundsätze des OIB sind Regelwerke der Baustoffliste ÖA. Sie haben daher für die Anwendbarkeit der Baustoffliste ÖA den Status einer Verbindlichkeit.
In welchen Fällen ein Verwendungsgrundsatz des OIB heranzuziehen ist, ist in der Baustoffliste in der Rubrik Regelwerke festgelegt.
Im Wesentlichen enthalten sie die Festlegung des Anwendungsbereiches, der Prüfparameter und der Güteüberwachung.
Die Verwendungsgrundsätze kostenlos über die OIB-Website heruntergeladen werden. 

Aktualisierung der Bautstoffliste ÖA

Die Baustoffliste ÖA wird in bestimmten Abständen aktualisiert. Für die im Zuge der Aktualisierung abgeänderten/ergänzten Abschnitte der Baustoffliste ÖA werden wiederum die vorgesehenen Anhörungen und eine Notifizierung durchgeführt. Die Erlassung der Neuauflage der Baustoffliste ÖA erfolgt im Verordnungswege durch das OIB und die Kundmachung in den Ländern werden entsprechend den einzelnen landesgesetzlichen Vorschriften durchgeführt.

Neuaufnahme von Bauprodukten in die Baustoffliste ÖA

Im Zuge der Aktualisierung der Baustoffliste ÖA können auch zusätzliche Produkte in die Baustoffliste ÖA aufgenommen werden. Es ist dazu notwendig, einen entsprechenden Antrag unter Anführung der Produktgruppe und des zu verwendenden Regelwerkes an das Österreichische Institut für Bautechnik zu richten.
Da die ÜA-Kennzeichnung von Produkten in der Baustoffliste ÖA nicht herstellerbezogen sondern für diese Produktgruppe allgemein gültig ist, ist die Abstimmung unter den Herstellern Voraussetzung für die Antragstellung. Bei Vorliegen einer Interessensvertretung (Fachverband, Güteschutzverband etc.) empfiehlt sich die Antragstellung durch die Interessensvertretung.

CE-Kennzeichnung im Zusammenhang mit der Baustoffliste ÖA

Die Dauer der Übergangszeit* für die einzelnen Produktgruppen wird vom Ständigen Ausschuss für das Bauwesen der Kommission festgelegt und in den Mitteilungen des OIB sowie entsprechend den einschlägigen landesgesetzlichen Bestimmungen kundgemacht. Während der Übergangszeit ist die CE-Kennzeichnung bereits möglich. Da diese noch nicht verpflichtend ist, bleiben diese Produkte bis zum Ende der Übergangszeit in der Baustoffliste ÖA. Dennoch ist bei Vorliegen einer CE-Kennzeichnung keine zusätzliche ÜA-Kennzeichnung erforderlich. Dies ist in den Umsetzungsvorschriften der Länder vorgesehen.

*bis zur verpflichtenden CE-Kennzeichnung